Keltenlinien

Nachweis der systematischen Verteilung von Orten aus keltischer Epoche anhand von Orientierungslinien.

Kelten

Fünf Jahrhunderte beherrschte ein Volk große Teile nördlich der Alpen. Nachdem diese geheimnisvolle Zivilisation der Antike durch die römische assimiliert wurde, hinterließ diese unglücklicherweise keine eigene Geschichtsschreibung. Denn diese Gruppe von Stämmen, die seinerzeit als Kelten bezeichnet wurden, überlieferten keine eigenen Schriften. Somit kommt es, dass nur der Boden ihr Erbe bewahrt. Eine Vielzahl von imposanten Hügelgräbern, Ruinen von Festungen, Siedlungsplätze, Städte (Oppidum) und Heiligtümern zeugen noch heute von ihrer längst vergangenen Kultur.

BESCHREIBUNG DER BEGRIFFE KELTENLINIEN UND DEREN ZENTRUMSPUNKTE

Eines der größten Rätsel ist die systematische Verteilung bedeutender Orte auf das Siedlungsgebiet der Kelten. Ob späte oder frühe Bronzezeit, die Kelten richteten den Standort dieser Orte wie Perlen einer Kette direkt auf Orientierungslinien. Diese Linien erstrecken sich über tausende von Kilometern quer durch das nördliche Europa. Zum besseren Verständnis werden diese Orientierungslinien auf dieser Homepage als Keltenlinien bezeichnet. Es kann anhand vieler Beispiele nachgewiesen werden, dass sich mindestens drei aus besagter Epoche stammenden bedeutende Orte auf jeweils einer Linie befinden. Einige der Linien durchqueren wiederum denselben Ort und können somit diesem zugeordnet werden. Diese gemeinsamen Orte werden als keltischer Zentrumspunkte, Orte mit einer hohen Anzahl dieser durchquerenden Linien als große keltische Zentrumspunkte bezeichnet. Warum diese Anordnung den Menschen jener Zeit sehr wichtig war und vor allem wie sie diese exakte Ausrichtung ihrer bedeutenden Orte ohne moderne Hilfsmittel vollbringen konnten, kann in diesem Werk nicht nachgewiesen werden.
Liste und Links zu den bedeutenden keltischen Orten

Keltenlinien und Zentrumspunkte in der Region Oberschwaben

Ein Gebiet, dass auf die Fläche gesehen eine große Anzahl antiker Funde aufweist liegt in Oberschwaben in den Landkreisen Sigmaringen, Biberach, Ravensburg und Bodenseekreis. Unbestritten muss diese Raumschaft in jener Zeit eine hohe Bevölkerungsdichte besessen haben. Die systematische Anordnung bedeutender keltischer Orte ist sehr ausgeprägt. Die Anzahl von Zentrumspunkten und Keltenlinien im Vergleich zum gesamten Siedlungsgebiet der Kelten ist sehr hoch.
Liste und Links zu den bedeutenden keltischen Orten in Oberschwaben
  • Da saß er wieder, sonnengeschützt auf einem ausrangierten Küchenstuhl sitzend in der schattigen, zum Hof geöffneten, leeren Garage. Jeder Besucher des Mehrfamilienhauses musste an dem alten Mann vorbei, es gab nur diesen Weg. Wie der Wachhabende einer Kaserne war jeder Besucher gezwungen ihn zu passieren und wurde mit lauter und fester Stimme herzlich begrüßt.

    Es war Sonntagmorgen. Wir waren in Gammertingen auf der Schwäbischen Alb zu Besuch bei meinen Schwiegereltern. Die unüberhörbare Stimme des uralten Mannes mit Tirolerhut, weißem Rauschebart, Janker und knorrigem Stock veranlasste meine Kinder schnell das Heil in der Flucht zu suchen. Ihnen waren die unfreiwilligen Begegnungen mit dem lauten Mann doch etwas unheimlich. Wie immer beantworteten wir Erwachsenen höflich die uns gestellten Fragen zum Grund des Besuches und unserer Herkunft. Die fortgeschrittene Demenz des Herren war spürbar, offensichtlich hatte er die Antworten die wir bereits bei vorangegangenen Besuchen gegeben hatten längst vergessen.

    Aus Ho-Danga ? -entfuhr es ihm freudig, Besuch aus dem Oberland -ihr wisst schon aus welchem bedeutenden Ort ihr kommt ? Meine Vorfahren stammen von der Hagelsburg wie der Name schon sagt. Nun war das Stichwort für meine Frau gefallen nun schnell nach den Kindern zu schauen da nun der Startschuss eines nicht uninteressanten Monologes über die Bedeutung von Hohentengen und dessen Umland in der Zeit der Kelten gefallen war. Sie verabschiedete sich höflich und suchte die Kinder, die es sich erfahrungsgemäß auf dem Sofa meiner Schwiegereltern bequem gemacht hatten. Ho-Danga (Hohentengen) der Name stammt von -Hohe Tingstätte-, ein zentraler wichtiger Ort des regionalen Keltenstammes jener Zeit, fuhr er fort. Er erzählte von weiteren Orten, die verwunschen in den Wäldern der Schwäbischen Alb lagen wenig beachtet und noch weniger respektiert von den Menschen die in der Region lebten. Es wurde mir, je öfter ich die Geschichte hörte klar, dass der alte Mann, der lange Jahre als Förster in den Wäldern der Region tätig war, viel gesehen und entdeckt haben muss. Er berichtete von Eisenerzmienen, Siedlungsplätzen, Heiligtümern und Hügelgräbern von denen ich, außer von ihm, noch nie etwas gehört hatte. Leider blieben mir stets Nachfragen über die genaue Lage der Plätze seiner Krankheit geschuldet unbeantwortet, mir bleib nichts anderes übrig als geduldig zuzuhören was er zu berichten hatte. Aber diesmal kam eine neue Aussage hinzu: Die Kelten bauten ausschließlich auf deren heiligen Linien. Hatte ich das richtig verstanden? Waren die Standorte von Siedlungen in der Antike nicht auf wichtige strategische Plätze zum Beispiel an Flussläufen oder gut verteidigungsbare Anhöhen beschränkt? Ich fragte nach und bekam eine kurze Antwort – es wurde damals exakt auf Linien gebaut und begraben. Wie meinte er das? So regelmäßig die Geschichten begannen so abrupt endeten sie auch wieder. Ich wünschte wie immer einen schönen Tag und verabschiedete mich.

    Nun war mein Interesse geweckt, der Geschichte des alten Försters über verwunschene Orte und der heiligen Linien der Kelten nachzugehen. Es folgten ein paar Jahre umfangreicher Recherche mitunter vielen Wanderungen. Hier wird es Zeit mich bei meiner Frau zu bedanken, die den ganzen Spaß geduldig mitgemacht hat. Ohne sie wäre ich vermutlich nicht weit gekommen.

    Das uns sehr überraschende Resultat habe ich nun auf dieser Seite veröffentlicht.

    Leider konnte ich mit dem alten Mann nicht mehr sprechen. Er starb noch vor der Realisierung dieser Homepage. Ich bin der Meinung das Ergebnis hätte ihn gefreut.

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